Über das digitale Image

Wenn jemand, wie ich selbst das gerade getan habe, bei Facebook „postet“, dann löst er etwas von sich ab, und unterstellt es der Begutachtung und Bewertung all jener, denen der Einblick darauf gewährt ist. Diese Ablösung vollzieht sich ohne dasjenige, was nunmehr einsehbar durch den Stream läuft, ganz von sich abtrennen zu können. Selbst wenn […]

Weiterlesen "Über das digitale Image"

Über Kafkas Wahrheit, die aufgrund ihres Erkanntsein-Wollens immer schon Lüge ist

Für Kafka ist „die Wahrheit unteilbar, kann sich also selbst nicht erkennen; wer sie erkennen will, muss Lüge sein.“[1] Ist das nicht unglaublich tragisch? Und ist es nicht auf eine lächerliche, ja eine groteske Weise lapidar? Die grundehrliche Intention desjenigen, der die Wahrheit erkennen will, hat sie durch diesen Denkakt auch schon verhindert. Er selbst […]

Weiterlesen "Über Kafkas Wahrheit, die aufgrund ihres Erkanntsein-Wollens immer schon Lüge ist"

Über Scheingefechte

    Zunächst einmal ist das natürlich ein absolut brillantes Video. Was zeigt es uns denn? Im Stinkefinger zeigt sich ein Wille, ein Gegenüber, einen Gegner zu übertrumpfen, der es einem genau gleich tun will. Es ist dies somit ein Wille, von dem zumindest anzunehmen ist, er könne gegebenenfalls auch zerstörerisch wirken. Wobei man das […]

Weiterlesen "Über Scheingefechte"

Über den schönen Schein

Liegt nicht die menschliche Größe in der Fähigkeit, den Schein, die brillante ästhetische Erscheinung höher zu gewichten als die graue Realität?[1] Diese Frage hat Slavoj Žižek aufgeworfen. Sie deutet darauf hin, dass sich im Adjektiv „schön“ mit Hinblick auf den schönen Schein ein Komparativ verbirgt. Der Schein wird deshalb als schön empfunden, als schön deklariert […]

Weiterlesen "Über den schönen Schein"