Über Kafkas Wahrheit, die aufgrund ihres Erkanntsein-Wollens immer schon Lüge ist

Für Kafka ist „die Wahrheit unteilbar, kann sich also selbst nicht erkennen; wer sie erkennen will, muss Lüge sein.“[1] Ist das nicht unglaublich tragisch? Und ist es nicht auf eine lächerliche, ja eine groteske Weise lapidar? Die grundehrliche Intention desjenigen, der die Wahrheit erkennen will, hat sie durch diesen Denkakt auch schon verhindert. Er selbst […]

Weiterlesen "Über Kafkas Wahrheit, die aufgrund ihres Erkanntsein-Wollens immer schon Lüge ist"

Über Scheingefechte

    Zunächst einmal ist das natürlich ein absolut brillantes Video. Was zeigt es uns denn? Im Stinkefinger zeigt sich ein Wille, ein Gegenüber, einen Gegner zu übertrumpfen, der es einem genau gleich tun will. Es ist dies somit ein Wille, von dem zumindest anzunehmen ist, er könne gegebenenfalls auch zerstörerisch wirken. Wobei man das […]

Weiterlesen "Über Scheingefechte"

Über den schönen Schein

Liegt nicht die menschliche Größe in der Fähigkeit, den Schein, die brillante ästhetische Erscheinung höher zu gewichten als die graue Realität?[1] Diese Frage hat Slavoj Žižek aufgeworfen. Sie deutet darauf hin, dass sich im Adjektiv „schön“ mit Hinblick auf den schönen Schein ein Komparativ verbirgt. Der Schein wird deshalb als schön empfunden, als schön deklariert […]

Weiterlesen "Über den schönen Schein"

Über das Wagnis, das zu sagen

Darf ich wagen, das zu sagen, fragt die deutsche Punkband Blut und Eisen Anfang der 80er Jahre. Sie fasst eine Figur ins Auge, von der derzeit öfters die Rede ist. Einiges dreht sich grad um ihn, um jenen verwegenen Haudegen, der sich traut auszusprechen, was viele nur denken, aber nicht zu sagen wagen. Die Punkband […]

Weiterlesen "Über das Wagnis, das zu sagen"